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  1. Umsetzung
  2. Leistungsschwerpunkte DVS
  3. Innovationsmanagement

Innovationsmanagement

Die Digitale Verwaltung Schweiz (DVS) gibt die Umsetzung innovativer Ideen in Auftrag, die technologische, fachliche oder organisatorische Entwicklungen voranbringen und einen Beitrag zur digitalen Transformation der Behörden leisten. Im Fokus stehen Vorhaben, die einen konkreten Mehrwert für Bevölkerung, Wirtschaft und Verwaltung schaffen und die föderale Zusammenarbeit zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden stärken. 

Innovationsmanagement 2027

Sie haben eine innovative Idee, die die föderale Zusammenarbeit weiterbringt? Gemeinwesen von Bund, Kantonen, Städten und Gemeinden sowie von der öffentlichen Hand getragene Hochschulen können ihre Innovationsideen bei der Geschäftsstelle DVS einreichen. 

Zur Checkliste für Ihre Vorhabensidee

Die eingereichten Ideen werden von der Geschäftsstelle geprüft und von einer unabhängigen Jury bewertet. Im Zentrum stehen, nebst dem innovativen Charakter der Idee, der Beitrag zu den strategischen Zielen der DVS, der Nutzen für die Anspruchsgruppen sowie das Potenzial, eine Lösung über einzelne Organisationen oder Staatsebenen hinaus zu nutzen und zu skalieren. 

Für eine Unterstützung durch die DVS sollte ein innovatives Vorhaben insbesondere: 

 

  • zur Erreichung der strategischen Ziele der DVS beitragen, 

  • einen klaren Nutzen für die Anspruchsgruppen schaffen, 

  • die Zusammenarbeit über Staatsebenen hinweg fördern, 

  • über ein Skalierungspotenzial verfügen und eine Nutzung über einzelne Organisationen oder Staatsebenen hinaus ermöglichen, 

  • klar strukturiert und umsetzbar sein sowie 

  • von der DVS im Rahmen der zur Verfügung stehenden Mittel vollständig finanziert werden können. 

 

Überzeugt eine Innovationsidee durch ihren ausgewiesenen Nutzen, kann die DVS die einreichende Stelle mit der Umsetzung im Rahmen eines Projekts beauftragen (bspw. für die Umsetzung von Machbarkeitsstudien, Apps, Demos, u. ä.). Für innovative Projekte stehen im Jahr 2027 insgesamt CHF 200'000 zur Verfügung. 

Die ausgewählten Vorhaben werden im Umsetzungsplan DVS gebündelt, priorisiert und koordiniert. Die Geschäftsstelle DVS begleitet die einreichenden Stellen bei der Konkretisierung und Weiterentwicklung der Vorhaben fachlich und organisatorisch. Die Ausarbeitung orientiert sich an anerkannten Standards, insbesondere an der Projektmanagementmethode HERMES. 

Sie haben eine Idee oder möchten vor einer Einreichung erste Fragen klären?

Die Geschäftsstelle DVS steht Ihnen gerne zur Verfügung: info@digitale-verwaltung-schweiz.ch

Checkliste

Mit folgender Checkliste beurteilen Sie in einem ersten Schritt, ob Ihre innovative Vorhabensidee die grundlegenden Voraussetzungen für eine Aufnahme in den Umsetzungsplan DVS erfüllt. 

Bitte prüfen Sie die folgenden Kriterien und geben Sie an, ob diese für Ihr Vorhaben erfüllt oder nicht erfüllt sind. Sind alle Kriterien erfüllt, erhalten Sie Zugriff auf das Eingabeformular für Ihre Vorhabensidee.

Checkliste für innovative Vorhabensideen bei der DVS


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Referenz: Strategie «Digitale Verwaltung Schweiz 2024-2027», Kapitel 5


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Referenz: Rahmenvereinbarung Art. 4.4 Abs. 1


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Referenz: Strategie «Digitale Verwaltung Schweiz 2024-2027», Kapitel 3 (Prinzipien)


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Referenz: Strategie «Digitale Verwaltung Schweiz 2024-2027», Kapitel 3 (Prinzipien)


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Referenz: Rahmenvereinbarung Ziff. 6.2.1 Abs 2 lit. b, Strategie «Digitale Verwaltung Schweiz 2024-2027», Kapitel 3 (Prinzipien)


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Referenz: Rahmenvereinbarung Ziff. 6.2.2 Abs. 2 lit. b


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Ihr innovatives Vorhaben erfüllt nicht alle Grundlagen für eine Aufnahme in den Umsetzungsplan DVS. 

Wir empfehlen Ihnen, die offenen Punkte zu überprüfen und Ihre Idee entsprechend weiterzuentwickeln. 

Bei Fragen oder für eine erste Einschätzung steht Ihnen die Geschäftsstelle gerne zur Verfügung. 

Kontakt: info@digitale-verwaltung-schweiz.ch

 

Kriterien sollten nur in begründeten Ausnahmefällen als «Nicht anwendbar» bewertet werden. Dies führt aber nicht automatisch zum Ausschluss.

Wenden Sie sich im Fall, dass Sie für eines oder mehrere Kriterien «Nicht anwendbar» wählen, bitte an die Geschäftsstelle DVS.

Kontakt: info@digitale-verwaltung-schweiz.ch

 

Ergebnislogik

Alle Kriterien müssen erfüllt sein. 

  • Sobald ein Kriterium mit «Nicht erfüllt» bewertet wird, kann die innovative Idee nicht in den Umsetzungsplan DVS aufgenommen werden.  

  • Kriterien sollten nur in begründeten Ausnahmefällen als «nicht anwendbar» bewertet werden, nicht anwendbar führt aber nicht zum Ausschluss. Kontaktieren Sie in diesem Fall bitte info@digitale-verwaltung-schweiz.ch

 

Die Grundlagenprüfung mit der Checkliste dient der ersten Orientierung und ersetzt keine vertiefte fachliche und strategische Beurteilung. 

Die finale Entscheidung über die Aufnahme eines Vorhabens erfolgt im Rahmen eines definierten Prozesses des Innovationsmanagements der DVS. 

Innovationsmanagement 2026

Im Jahr 2026 fand das Innovationsmanagement nicht im üblichen Rahmen statt.

Innovationsmanagement 2025

Diese Projekte förderte die Digitale Verwaltung Schweiz 2025.

Maturitätszeugnis als digitaler Nachweis

Universitäten, ETH oder Fachhochschulen müssen bei der Immatrikulation die Maturitätszeugnisse der Studienanwärterinnen und -anwärter durch eine Kontrolle der Originaldiplome prüfen. Diese Methode erwies sich als kostspielig und wenig effizient. Mit der Einführung der Beta-Infrastruktur für die e-ID eröffnet sich die Chance, erste Erfahrungen mit digitalen Nachweisen auch im Bildungssystem zu sammeln. Dadurch könnte der Prüfvorgang vereinfacht und weitgehend automatisiert werden. Das Projekt möchte daher einen Proof of Concept (PoC) zum digitalen Ausstellen und automatischen Prüfen von Maturitätszeugnissen auf Basis der Public Beta Version der e-ID-Infrastruktur entwickeln. Dazu soll eine Schule auf Stufe Sek II eines Westschweizer Kantons mit der Infrastruktur ausgestattet werden, um digitale Maturitätszeugnisse auszustellen. Die Maturitätszeugnisse erhalten die Schülerinnen und Schüler direkt in ihre Wallet. Die digitalen Maturitätszeugnisse können dann von einer Hochschule (EPFL) automatisch validiert werden. Ziel des Projekts ist auch, erste Erfahrungen mit digitalen Nachweisen im Schweizer Bildungssystem zu sammeln, wertvolle Erkenntnisse zur praktischen Umsetzung zu generieren und den Grundstein für die Standardisierung von digitalen Zeugnissen zu legen.

Organisation: Educa

Unterstützung der Digitalen Verwaltung Schweiz: CHF 50 000

Link zur Dokumentation auf GitHub [https://github.com/orgs/swiyu-admin-ch/discussions/47]

Datensicherheit in den kollaborativen Arbeitsbereichen der Verwaltungen gewährleisten und stärken

Die öffentlichen Verwaltungen der Schweiz nutzen kollaborative Tools, um ihre Projekte erfolgreich durchzuführen und ihre operativen Aktivitäten zu unterstützen. Solche Wiki-ähnlichen Tools erleichtern und beschleunigen Alltagsaufgaben. Aber trotz Training und Sensibilisierung der Nutzenden kommt es vor, dass persönliche, sensible und/oder vertrauliche Daten in diesen Bereichen auftauchen (Anmeldedaten, Passwörter, Schlüssel, Zertifikate usw.). Der Kanton Waadt hat im Rahmen eines Proof of concept die Notwendigkeit bestätigt, diese Bereiche zu überwachen und ein Hilfsmittel zur Analyse ihres Inhalts auf der Suche nach diesen sensiblen Informationen bereit zu stellen. Ziel des Projekts ist daher, ein Tool zu entwickeln, mit dem sensible oder sicherheitsrelevante Daten in Wiki-Dokumentationen oder Projektmanagement-Tools automatisch mithilfe einer nicht öffentlichen KI identifiziert werden können. Dieses Tool soll auch die Fähigkeit haben, einen detaillierten Analysebericht zu erstellen, der Ratschläge zur Lösung der erkannten Risiken enthält. Die Anwendung soll benutzerfreundlich sein und von jedem Mitarbeitenden leicht bedient werden können, auch ohne fortgeschrittene Computerkenntnisse. 

Organisation: Kanton Waadt, Direction générale du numérique et des systèmes d'information

Unterstützung der Digitalen Verwaltung Schweiz: CHF 45 000

Abschlussbericht des Projekts «Datensicherheit in den kollaborativen Arbeitsbereichen» 2025, auf Französisch [/application/files/1917/6613/8988/Rapport_de_projet_Assurer_la_securite_des_donnees_Ct_de_Vaud_2025.pdf]

GemeindeGPT

Moderne Sprachmodelle wie z. B. ChatGPT oder Claude bieten enormes Potenzial, doch Gemeinden stehen vor den Herausforderungen, Datenschutzvorgaben einzuhalten und gleichzeitig den Wissensaustausch zu Chancen und Risiken dieser Technologien zu fördern. Daher verbindet die im Projekt entwickelte Lösung GemeindeGPT ein generatives Open-Source-KI-Modell mit einer lokalen Wissensdatenbank. Im Unterschied zu rein generativen Lösungen greift das so genannte Retrieval-Augmented-Generation-System ausschliesslich auf geprüftes internes Wissen zu. Es ermöglicht die Verwendung einer flexiblen, lokalen Prompt-Bibliothek, die mit Vorlagen arbeitet, um stilgerechte und kohärente Antworten zu liefern. Die Lösung soll ermöglichen, dass Wissen verwaltungsübergreifend zugänglich gemacht wird. Sie stellt sicher, dass alle Mitarbeitenden, unabhängig von ihrer Fachkenntnis, durch gezielte und verständlich formulierte Antworten auf ihre spezifischen Fragen Zugriff auf relevantes Know-how erhalten. Mitarbeitende der Verwaltung sollen in die Erweiterung der Prompt-Bibliothek und die Optimierung von Arbeitsabläufen eingebunden werden. Dank einer modularen Architektur soll die Lösung später flexibel an die individuellen Bedürfnisse einzelner Gemeinden oder Organisationen angepasst werden können. 

Organisation: Gemeinde Orpund

Unterstützung der Digitalen Verwaltung Schweiz: CHF 40 000

Abschlussbericht des Projekts «GemeindeGPT» 2025 [/application/files/4517/6432/6372/2025_Abschlussbericht_GemeindeGPT_Orpund.pdf]

Nachhaltiges Community-Management für Open-Source-Lösungen

Open-Source-Software-Lösungen im öffentlichen Sektor erfordern langfristige Strategien, um ihre Weiterentwicklung und ihren Erhalt sicherzustellen. Dabei spielen effektive Community-Management-Ansätze eine entscheidende Rolle, um die Motivation, den Wissensaustausch und die Zusammenarbeit zu stärken. Vor diesem Hintergrund soll dieses Projekt folgende Frage untersuchen: Welche Community-Management-Strategien tragen langfristig zum erfolgreichen Erhalt und zur nachhaltigen Weiterentwicklung von Open-Source-Softwarelösungen im öffentlichen Sektor bei? Das Potenzial der Zusammenarbeit von Gemeinden, Städten, Kantonen und der Wirtschaft beim Open Source-Einsatz soll ermittelt werden und in ein Konzept zu Community Management einfliessen.

Organisation: Kanton Schwyz

Unterstützung der Digitalen Verwaltung Schweiz: CHF 20 000

Studienbericht Nachhaltiges Community-Management für Open-Source-Lösungen [/application/files/8517/6892/4735/Studienbericht_Nachhaltiges_Community-Management_Z.pdf]

Jury 2025

Jury Innovationen 2025

Diese Jury bestehend aus Vertretenden der drei föderalen Ebenen entschied am 4. Februar 2025, welche Innovationsvorhaben 2025 von der DVS unterstützt werden:

  • Lea Fischbacher, Kanton Aargau
  • Reto Fahrni, Kanton Solothurn
  • Stéphane Schwab, Kanton Fribourg
  • Michael Kammerbauer, Kanton Bern
  • Andreas Lautenschlager, Bundesamt für Informatik und Telekommunikation BIT
  • Noémie Zink, Bundesamt für Landwirtschaft BLW
  • Lucas Nicolussi, Stadt Uster
  • Gérald Strub, Schweizerischer Gemeindeverband

Bisher unterstützte Projekte

Innovations- und E-Partizipationsprojekte 2017-2024 [https://www.digital-public-services-switzerland.ch/innovationen-und-e-partizipationsprojekte]

Kontakt

Geschäftsstelle Digitale Verwaltung Schweiz

Isabelle Grünig

E-Mail

+41 58 464 26 52

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